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Physik
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Sek II

Elastizit├Ąt nach Cauchy

Ein konkretes Praxisproblem steht am Anfang: F├╝r eine Getriebewelle ist die erforderliche Auslegung zu ermitteln. F├╝r die L├Âsung braucht's nat├╝rlich ein St├╝ck Theorie, in der die verschiedenen Einfl├╝sse qualitativ erfasst, quantitativ gewichtet und funktional integriert sind. Also muss Cauchys Elastizit├Ątsformel eingef├╝hrt, erl├Ąutert, hergeleitet werden. Danach wird es wohl mit Theorie und Formel kreuz und quer durchs Anwendungsfeld gehen, um das Zusammenspiel praktischer Ingenieursprobleme mit abstrakter Theorie sicher und rasch einzu├╝ben.

Das Lehrst├╝ck erf├╝llt auch diese Erwartung, aber ├╝berraschend anders. Denn f├╝r die Erl├Ąuterung des Weges zwischen Problemstellung und Probleml├Âsung durchwandern wir die mehrhundertj├Ąhrige Physikgeschichte, statt die Formel kurzerhand zu erkl├Ąren.
Vor welcher Problemsituation stand Cauchy vor zweihundert Jahren? Wie weit war die damals bereits zweihundertj├Ąhrige Problementwicklung? Wir erfahren, dass Cauchy das Problem nur sichten und l├Âsen konnte, weil er auf Eulers Schultern stand, wie schon Euler auf Galileis Schultern. Und wir erfahren, wie es nach Cauchys Genieblitz wieder generationenlang weitergehen musste bis zur heutigen anwendungsreifen Formel.

Zu den Besonderheiten des Dublerschen Lehrst├╝cks geh├Ârt, dass er seinen Entwurf entsprechend der Dramatik der Wissenschaftsgeschichte in eine Dramenform gebracht hat, sogar in die Form eines improvisationsoffenen Mitspielst├╝ckes, in dem auch die Studierenden den Weitergang aushandeln und mitbestimmen k├Ânnen. Keine Museumsf├╝hrung also, sondern eine Kompetenzentwicklung ÔÇ×in alter Frische". Wir lernen Elastizit├Ątsprobleme theoretisch und praktisch l├Âsen - mit Cauchy.

Inszeniert in

Winterthur CH